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MEHR GELASSENHEIT IM ALLTAG: SO WIRD INNERE RUHE WIEDER MÖGLICH

  • vor 7 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

ABNEHMEN MIT GENUSS: WARUM VOLUMETRICS UND MINDFUL EATING NACHHALTIGER WIRKEN ALS KLASSISCHE DIÄTEN

Wir leben in einer Zeit, in der viele funktionieren, aber nur noch wenige wirklich bei sich sind. Termine, Nachrichten, Verantwortung, ständige Erreichbarkeit – der Kopf ist voll, der Körper angespannt und die Geduld oft schneller am Ende, als uns lieb ist.


Genau deshalb gehört Gelassenheit für mich nicht in die Esoterik-Ecke, sondern mitten in den Alltag. Denn wer dauerhaft innerlich unter Strom steht, spürt das nicht nur im Kopf, sondern oft auch im Schlaf, in der Verdauung, in der Stimmung und im ganzen Körper.

Viele glauben, Gelassenheit sei etwas, das man entweder hat oder eben nicht. Ich sehe das anders. Gelassenheit ist eine Fähigkeit. Und wie bei Muskeln gilt: Was man regelmäßig trainiert, wird stärker.


Gelassenheit beginnt nicht nur im Kopf

Der erste Aha-Moment ist für viele: Gelassenheit beginnt oft nicht im Denken, sondern im Körper. Wenn du schlecht schläfst, permanent unter Strom stehst und tagsüber nur mit Kaffee und Durchhalten funktionierst, wird Ruhe zur Herausforderung.

Viele Menschen hängen in einem Kreislauf fest: gestresst sein, schlecht schlafen, noch gereizter sein. Wer nachts nicht richtig runterfährt, startet morgens schon mit zu viel Spannung in den Tag. Und dann reicht manchmal schon eine Kleinigkeit, damit das innere Fass überläuft.

Gelassenheit ist deshalb nicht nur eine Frage von Disziplin. Sie ist oft auch eine Frage von Regeneration.


Schlaf ist mehr als Erholung

Schlaf wird häufig unterschätzt. Dabei entscheidet er mit darüber, wie stabil wir emotional durch den Tag gehen. Wer zu wenig schläft, reagiert schneller gereizt, ungeduldig oder unsicher. Wer besser schläft, hat oft automatisch mehr Abstand zu dem, was ihn sonst sofort aus der Ruhe bringen würde.

Deshalb lohnt sich ein ehrlicher Blick auf den Abend: Muss das Handy wirklich mit ins Bett? Muss der Fernseher bis kurz vorm Einschlafen laufen? Muss der Tag wirklich mit Grübeln enden?

Oft helfen schon einfache Veränderungen: abends etwas früher runterfahren, Licht dimmen, nicht mehr alles diskutieren, was tagsüber liegen geblieben ist, und dem Körper ein klares Signal geben: Jetzt ist Ruhe.


Ernährung kann innere Ruhe fördern – oder stören

Auch beim Essen merken viele gar nicht, wie stark es auf ihre Stimmung wirkt. Wer Mahlzeiten ständig ausfallen lässt, zwischendurch nur irgendetwas isst oder sich mit zu viel Kaffee durch den Tag rettet, macht es seinem Nervensystem oft unnötig schwer.

Gelassenheit braucht keine perfekte Ernährung. Aber sie braucht Verlässlichkeit. Regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend trinken, genug Eiweiß und weniger extremes Auf und Ab helfen oft mehr, als man denkt. Viele kennen das: Erst lange nichts essen, dann schnell etwas Süßes oder mehrere Kaffee – und plötzlich ist man unruhig, fahrig oder gereizt.

Manchmal liegt fehlende Gelassenheit also nicht daran, dass man „zu empfindlich“ ist, sondern schlicht daran, dass der Körper nicht gut versorgt ist.


Bewegung baut Druck ab

Der nächste wichtige Punkt ist Bewegung. Nicht als Strafe. Nicht als Leistungsbeweis. Sondern als Ventil.

Wenn Spannung im Körper festhängt, bleibt sie oft auch im Kopf. Bewegung kann helfen, inneren Druck abzubauen, klarer zu werden und wieder besser bei sich anzukommen. Das muss nicht immer hartes Training sein. Ein flotter Spaziergang, ein gutes Krafttraining, Mobilisation oder einfach bewusste Bewegung können schon viel verändern.

Viele merken erst nach der Bewegung, wie angespannt sie vorher eigentlich waren.


Ordnung im Alltag schafft Ruhe im Kopf

Ein weiterer Hebel wird oft übersehen: Organisation. Viele Menschen sind nicht nur gestresst, weil sie viel zu tun haben, sondern weil sie alles gleichzeitig im Kopf behalten wollen.

Gelassenheit wächst dort, wo Klarheit entsteht. Mein Rat: Schreib dir morgens die drei wichtigsten Dinge des Tages auf. Nicht zehn. Drei. Plane kleine Puffer ein. Und hör auf, jede freie Minute mit Reizen zu füllen.

Wer seinem Tag keine Luft lässt, darf sich nicht wundern, wenn innerlich keine Ruhe entsteht.


Was dir im akuten Moment helfen kann

Und dann gibt es diese Momente, in denen alles plötzlich zu viel wird: Ärger, Druck, Angst, Überforderung. Genau dann brauchst du keinen perfekten Plan, sondern einen einfachen Anker.

Mein Lieblingssatz dafür ist: Nicht sofort reagieren. Erst ankommen.

Drei ruhige Atemzüge. Schultern senken. Kiefer lockern. Kurz stehenbleiben statt sofort zu antworten. Nicht jedes Gefühl muss sofort nach außen. Nicht jeder Impuls braucht direkt eine Reaktion.

Das klingt simpel. Ist es auch. Und gerade deshalb funktioniert es so gut.


Gelassenheit ist Übung, nicht Zufall

Gelassenheit bedeutet nicht, dass alles leicht ist. Es bedeutet auch nicht, dass dich nichts mehr berührt. Es bedeutet, dass du in unruhigen Zeiten nicht jedes Mal innerlich mit umfallen musst.

Dass du handlungsfähig bleibst. Klarer wirst. Freundlicher mit dir selbst umgehst. Und oft auch gesünder lebst.

Frieden entsteht nicht irgendwo da draußen. Nicht, wenn alles endlich perfekt läuft. Sondern oft genau dann, wenn du lernst, in dir selbst wieder einen ruhigen Ort zu finden.

Bleib ruhig. Nicht, weil alles leicht ist – sondern weil du stärker bist, wenn du bei dir bleibst.

Euer Erik

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